Häufige Fragen zum Verfahren.
Antworten auf wiederkehrende Fragen — als Reportage formuliert, ergebnisoffen, mit Verweisen auf die einschlägigen Folgen der Serie.
Was ist § 826 BGB?
§ 826 BGB regelt die vorsätzliche sittenwidrige Schädigung. Der Anspruch verlangt, dass drei Voraussetzungen zusammen erfüllt sind: Sittenwidrigkeit, Vorsatz und Schaden. Eine ungünstige Vertragsklausel oder eine schlechte Beratung reichen nicht aus.
Mehr dazu: Rechtlicher Rahmen.
Was bedeutet "Gesamtschau"?
Gesamtschau ist die zusammenfassende Würdigung mehrerer Indizien. Das Gericht würdigt Belastungs- und Entlastungsindizien im Zusammenhang, nicht isoliert. Das gilt symmetrisch — auch entlastende Umstände müssen ernsthaft in die Abwägung.
Wichtig: Gesamtschau bedeutet nicht, dass viele schwache Punkte automatisch stark werden. Sie bedeutet auch nicht, dass das Gericht einer Partei folgen muss.
Warum heißt es immer "die Klägerin trägt vor" und nicht einfach "die DVAG hat …"?
Weil nichts bewiesen ist, bevor das Gericht entschieden hat. Diese Serie ist Reportage, keine Anklage. Belastende Aussagen werden konsequent als Vortrag der Klägerin oder als Beleglage gekennzeichnet — und die Beklagten kommen in jeder Folge in ihrer stärksten Form zu Wort.
Warum nennt die Serie keine Personennamen?
Personennamen aus Vermittler-, Vorstands- oder Markenbotschafter-Kontext werden konsequent nicht genannt. Es geht um die rechtliche Frage nach Strukturen und Rollen, nicht um Personen. Wir verwenden ausschließlich Funktionsbezeichnungen — etwa DVAG-Vermittler, Generali-Fachabteilung, Vorstandsebene oder Markenbotschafter aus dem Spitzensport.
Was ist der Unterschied zwischen einem Versicherungsmakler und einem gebundenen Versicherungsvertreter?
Ein Versicherungsmakler wird nach klassischer Dogmatik als Sachwalter des Kunden verstanden. Er soll typischerweise im Interesse des Kunden den Markt betrachten.
Ein gebundener Versicherungsvertreter vermittelt für bestimmte Versicherer beziehungsweise Produktgeber. Dieses Modell ist gesetzlich anerkannt — es ist nicht verboten und nicht automatisch nachteilig.
Die rechtliche Frage in diesem Verfahren ist deshalb nicht, ob gebundener Vertrieb erlaubt ist, sondern ob beim Kunden eine gegenteilige Rollenwahrnehmung erzeugt wird.
Was steckt hinter dem Begriff "EVIL"?
EVIL ist eine Abkürzung aus der zweiten Klageerweiterung der Klägerin vom 27.04.2026. Sie steht für Erwerbsgerichtete Vertrauensinduzierte Lagertäuschung und gliedert die klägerische Strukturthese in sechs Säulen: Geld, Inszenierung, Schulung, rechtliches Lager, sachverständige Konvergenz und wissenschaftliche Einbettung. Diesen Säulen sind die Folgen 01 bis 06 gewidmet.
Wann und wo wird verhandelt?
Vor dem Landgericht Frankfurt am Main, 10. Zivilkammer, Aktenzeichen 2-10 O 2/26. Mündliche Verhandlung am 02.12.2026.
Wer steht hinter der Serie?
Herausgeberin ist die TeslaNow GmbH, Leverkusen — eine der Verfahrensbeteiligten als Klägerin. Die Serie wird transparent als Inhalt einer der Verfahrensbeteiligten gekennzeichnet. Sie folgt strengen redaktionellen Leitregeln, die in jeder Folge eingehalten werden — auch und gerade dort, wo sie der Klägerseite einen Gegenwind im eigenen Material geben.
Mehr dazu: Disclaimer und Impressum.
Wie kann ich als Journalistin oder Journalist Hintergrundmaterialien anfragen?
Über den Pressebereich. Dieser ist zugangsgeschützt; einen Zugang erhalten Pressevertreter auf Anfrage. Kontaktdaten finden Sie im Impressum.
Verbreitet die Serie eine Wertung des Verfahrens?
Nein. Die Serie liefert einen methodischen Rahmen — keine Empfehlung, wie das Gericht zu entscheiden hätte. Auch ein klageabweisendes Urteil kann methodisch sauber sein, wenn es die Säulen zusammen würdigt und die Beklagtenargumente ernsthaft prüft. Ebenso kann ein stattgebendes Urteil nur überzeugen, wenn es die Beklagtenposition abgewogen hat.